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newsletter oktober 2018

meine lieben,
seit anfang jahr bin ich wieder an mehreren tagen in der bougerie präsent und seither laufen nun neu verschiedene qi gong kurse. manche kurse mit ganz neuen teilnehmerinnen, manche kurse mit langjährigen kursbesucherinnen, manche kurse sind gut gefüllt, andere erst zaghaft im aufbau…
ebenfalls seit jahresbeginn bin ich nochmals tiefer in das eigene praktizieren und lernen eingetaucht: neu hinuzu kamen neben dem qi gong- und taiji-vertiefungskurs und den etwa 8 wochenendseminaren im jahr, eine taiji-fächer-waffenform sowie 2 wöchige retreats im feburar und im august in polen. hier der link zu einem kleinen einblick in diese arbeit https://www.youtube.com/watch?v=QNX_I-R7tPo
und ich bin wirklich erstaunt, wie das alles geht: selbständig zu sein, zuhause die kinder zu versorgen, im vélogeschäft meines lebenspartners das administrative zu erledigen und mich gleichzeitig doch recht intensiv mit meiner weiterbildung zu beschäftigen. es wäre gelogen zu sagen, ich komme nicht an meine grenzen. aber es ist wahr sagen zu können, dass es mir immer mehr gelingt, mich mitten im grössten trubel zu entspannen, stress regulieren zu können und meine ressourcen zu schonen.
wer mich kennt weiss, dass mein hauptantreib die suche nach DER ökonomie in bewegung und im alltag ist. und es ist so befreiend, endlich die methoden und tools kennenzulernen zu dürfen, mit denen ich mich und meinen körper tiefgreifend zu harmonisieren lerne (und sich dies manchmal sogar auch auf mein umfeld auszuwirken beginnt), die mir entspannte kraft geben, die mich mich körperlich immer öfter wieder wie mit 16 fühlen und mich gleichzeitig die reife und ruhe meiner 40 jahre geneissen lassen.
doch jezt ist es so anders, als wo ich mit 16 in karate und ballett z.b. kraft und beweglichkeit der beine „hart“ traininerte, denn damals und auch noch lange nach ende meiner bewegungspädagogik-ausbildung! hatte ich oft schmerzen in den knien, den hüften oder im unteren rücken. jetzt mit qi gong und taiji lerne ich die methoden kennen, welche tiefe stände sowie fleissende und kraftvolle bewegungen möglich machen und wie der schmerz anhand der bewegung und entpannung allmählich aufzulösen möglich ist. nicht von heute auf morgen – aber jetzt viel besser als in jungen jahren. verrückt, oder?
oder eben auch eine bestätigung dafür, dass es „arbeit“ bedeutet und sich diese methoden nicht in einem crash-kurs erlangen lassen. qi gong heisst ja auch nichts anderes als „arbeit (gong) mit der energie“ (und bewegung ist eine naheliegende art, chi zu bewegen). das chinesische schriftzeichen für „gong“ zeigt einen menschen, der ein loch gräbt. ein tiefes loch zu graben dauert (etwas, das wir in unserer insta-gesellschaft nicht mehr so gut halten und aushalten können) und während dem graben macht es voll keinen sinn, sich zu beeilen, ein besonders tolles loch zu graben zu wollen, sich für besonders begabt oder unbegabt im graben zu halten – das loch muss gegraben werden und mit dem stetigen graben wird die tätigkeit selbstverständlicher, entspannter und effizienter – ja, eben ökonomischer!
spätestens im alter, wenn die unausgeglichenheiten oder schmerzen der jungen jahre genug spuren hinterlassen haben und mann spürt, dass man jetzt etwas machen muss, das einem gut tut, dann ist der schritt zu sanfteren und langsamen bewegungsformen wie qi gong und taiji naheligender und einfacher zu machen, als zwischen 25 und 40, wo doch das meiste ja noch irgendwie geht und das bisschen sport sich mit kosten-nutzen bzw. erfolg/wohlbefinden und schädigung etwa die waage hält. oder vielleicht ist dann sogar noch ein bisschen „auspowern“ erwünscht, denn ein überreiztes nervensystem ist es doch ratsamer im sport abzureagieren als am partner oder an den kindern.
aber wie wäre es denn, wenn wir uns immer schon so hätten bewegen und entfalten dürfen wie es unserer natur und unserem wesen entspricht und nicht erst, wenn es zu spät ist? wenn wir dabei gelernt hätten, chi (also energie) zu kultivieren anstatt zu vergeuden und unser nervensystem zu beruhigen anstatt unter dem druck der leistung(-sgesellschaft) zu „verheizen“. ja, dann lebten wir wohl in einer besseren welt. das praktische daran ist, dass wir immer jetz leben:) und ja, gleichzeitig ist es auch das, was uns am schwierigsten fällt…
neben dem ort, wo wir oft draussen qi gong und taiji üben, befinden sich ein kindergarten und ein altersheim. die kinder schauen uns manchmal zu und fragen sich natürlich, was wir hier wohl machen. vielleicht yoga? nein, das macht meine mama und das sieht also ganz anders aus! „aha, vielleicht sind das die leute vom altersheim, die hier turnen?“ meinte einmal ein kind. und so erlebe ich qi gong immer wieder: es sieht so einfach aus und je länger ich mich damit beschäftige, je mehr inhalt sich mir darin erschliesst, umso schwieriger und komplexer wird es. mein lehrer sagt immer: in qi gong ist ALLES drin – und ja, ALLES ist ja auch „recht“ komplex. also mit dem äusserlichen aufwand für „turnen im altersheim“ (und doch auf allen ebenen entspannt-intensiv, so als ob man ein loch graben würde) den „ jungbrunnen“ in mir zu entdecken und mich allmählich mit ALLEM, dem Tao, zu verbinden: das ist doch schon ziemlich ökonomisch…
und obwohl es viel „gong“ und bedeutet, es ist mir eine grosse freue, die berufung zu haben, auch anderen menschen diese erfahrungen zugänglich zu machen.

newsletter dezember 2017

meine lieben,
der letzte newsletter liegt schon länger zurück…  doch jetzt wo sich natur und wärme spürbar zurückziehen, finde ich die nötige stille, um das letzte jahr revue passieren zu lassen: in der bougerie hatte ich das pensum ja etwas reduziert und seit august 2016 so viele kurse wie möglich auf einen wochentag gelegt. diese konzentration bot den nötigen raum, um nochmals vertiefter in die qi gong und taiji praxis eintauchen zu können und darin fortzuschreiten. und ich freue mich jeden tag, dass es für mich direkt hier in bern und nicht im ferne osten möglich ist, ein effektives, sinnvolles und ganzheitliches qi gong und taiji zu erlernen! aus meinem brief an euch im april 2017 möchte ich nochmals zitieren, was ich in jungen jahren im schlusswort einer arbeit über kampfsport festhielt: „was ich vorhatte zu erreichen, nämlich ein tieferes verständis für die kampfkunst, wäre nur schrittweise zu erlangen und zwar ein leben lang. so wie ich karate machen wollte, ist es nur als weg möglich und dort bin ich gescheitert.“ rückblickend verstehe ich, dass ich eigentlich schon lange auf dem weg bin, dass der same schon vor langer zeit gelegt wurde und im stillen keimte. nun, mit dem vertiefen und fortschreiten in der praxis der kampf- und inneren künste, wächst und gedeiht fühl-, spür- und sichtbar immer weiter, was sich bei mir und in meiner arbeit entwickeln soll. schade eigentlich, dass ich das mit 18 jahren als scheitern empfand – aber verständlich im zuge unseres westlichen leistungsdenkens. „mir wurde bewusst, dass es im westen vielleicht viel schwerer ist, ein kampfsytem als kunst und nicht als sport zu erlernen.“  und „wenn du es suchst, kannst du es nicht finden.“ natürlich kamen mir die tränen, als mein jetziger lehrer kürzlich erwähnte „ der master sagt immer: if the student is ready, the master appears.“  …und ist nun einfach so mit dem velo erreichbar:-). kürzlich hat sich meine jüngere tochter ohne zu wissen, dass ich nach meiner ausbildung zur bewegungspädagogin die ausbildung zur wen-do trainierin gemacht habe, für einen wen-do selbstverteidigungskurs angemeldet. wen-do setzt sich aus der abkürzug für women (wen) und do (dem weg) zusammen. wen-do: weg der frau. nachwievor bin ich von diesem aspekt der gewaltprävention überzeugt. nur war für mich damals die ganze thematik der sexualisierten und häuslichen gewalt als mein täglich brot zu schwer verdaulich und ich habe diese tätigkeit wieder aufgegeben. gescheitert? auf jeden fall habe ich fortan auf meine art versucht, über die bewegungsarbeit „meinen weg“ zu finden, die frauen und kinder in ihrem körper- und selbstwahrnehmungs-empfinden zu sensibilisieren. und jetzt macht sich schon meine jüngere tochter auf den weg der frau… anfangs noch zögerlich und mit der zeit etwas mutiger, habe ich qi gong, die arbeit mit dem qi (chi), im laufe dieses jahres immer mehr in die kurse einfliessen lassen. manchmal ganz explizit, manchmal eher unbemerkt. spannend, wie unterschiedlich die reaktionen sind! für mich selber jedoch eindeutig eine grossartige methode, um das körper- und selbstwahrnehmungsempfinden auf sanfte und tiefgreifende weise zu sensibilisieren, zu schulen und ein ökonomisches bewegungsverhalten zu erlangen. auch wenn ich selber in diesem sinne schon lange auf dem weg bin, geht es gefühlt erst jetzt im moment so richtig los, uns zwar nächstes jahr nochmals viel intensiver mit: fortschreitendem taijiquen und neu einer waffenform (fächer) im jahreskurs am freitag, 4-5 wochenendseminaren wie auch schon in den letzten jahren, 2 wöchigenen retreats in polen im februar und im august.
ich freue mich sehr darauf und bin dankbar, dass dies alles mit oder neben familie und arbeit möglich ist. euch allen, vorübergehenden wie treuen kursteilnehmerinnen, danke ich für eure offenheit und euer vertrauen in diese arbeit und freue mich, euch im neuen semester immer mehr von diesen „beweggründen“ weitergeben zu können.

newsletter april 2017:

meine lieben,
das sommerquartal 2017 und somit das letzte quartal von diesem schuljahr naht bereits…es war ein lebendiges jahr – für uns ein jahr besonders reich an sichtbaren wandlungen und neuanfängen: jonas hat im november 2016 à vélo eröffnet. seither bin ich neben dem unterrichten in der bougerie dort im büro tätig. zum beginn des frühlingsquartals habe ich selber eine qi gong und taijiquan „ausbildung“ angefangen. wir sind angekommen!
ein langer weg führte mich hierhin und ich freue mich, diesen weg jeden tag bewusster gehen zu können.
vor genau 20 jahren habe ich mich im rahmen einer schulabschlussarbeit mit karate do (weg der leeren hand) auseinadergesetzt. hier ein ausschnitt aus der einleitung:
„um den wirklichen ursprung des heutigen karate darzustellen, möchte ich erst einige elemente der religions- und geisteswelt des alten china in ihren grundzügen beschreiben. ohne diesen geistigen hintergrund ist ein tieferes verständnis zu den asiatischen kampfkünsten im allgemeinen nicht möglich.“ ein zitat eines meisters:
„im ewigen prozess des werdens und vergehens geht nichts verloren, das eine gibt sich aus dem anderen, im ständigen rhythmus der veränderungen, in den alles gebunden ist. der anfang ist das ende, und das ende ist der anfang.“
wie wohl fühlte ich mich schon damals beim lesen über taoismus… aber mein
thema war ja karate, und so galt es, der geschichte zum heutigen kampfsport zu folgen:
nachdem sich die neue generation in den wettbewerbsrichtungen stark engagierte…passten sich die systeme weitgehend den westlichen vorstellungen von sportübungen an und wurden immer athletischenr, dynamischer und schneller.“ (und nach meinem heutigen verständis aber v.a. härter und ge- und verspannter.) „dies ging auf kosten der vitalen und meditativen werte. … für den nach inhalt suchenden ist die kata nach wie vor als ganzheitliches system zur perfektionierung von körper und geist von grossem wert. dieser wert aber besteht nur in einer übung, die den ganzen weg (do) meint…(wodurch) der ausdruck der äusseren form einem inneren werden entspricht und nicht isoliert betrachtet werden kann.“ nach ein paar jahren kinder- und jugendtraining habe ich für den praktischen teil der arbeit erwachsenentrainings besucht.
„obwohl ich sehr freundlich aufgenommen wurde, ging ich mit der zeit nicht mehr so gerne hin. durch den schriftlichen teil der arbeit bekam ich so viele zentrale aspekte vor augen geführt, die mir im training einfach fehlten.“ (und die natürlich schon in den kindertrainings gefehlt haben.) “ich habe damals einfach nicht begriffen, dass man solche dinge zwar wissen kann, aber auf meinem niveau niemals mit dem training verbinden und somit in der lage sein kann, sie zu fühlen, zu erleben und zu verstehen.“
ein jahr später begann ich die ausbildung zur bewegungspädagogin. ab da durfte und musste ich bewegung und deren wirkung in verschiedensten facetten (bewegungs- und haltungsschulung, grundbewegungsarten, rhythmik, modern, jazz, ftness, akrobatik, impriviation, anatomie, funktionelles training etc, etc) erleben, fühlen und verstehen lernen.
aus dem schlusswort der arbeit:
„was ich vorhatte zu erreichen, nämlich ein tieferes verständis für die kampfkunst, wäre nur schrittweise zu erlangen und zwar ein leben lang. so wie ich karate machen wollte, ist es nur als weg möglich und dort bin ich gescheitert.“
aber hei, ich war doch erst 18 jahre alt:). im referat gab ich folgendes zum besten:
„je mehr ich über die entwicklungsgeschichte des karate las, umso weniger sah ich den zusammenhang zu dem, was ich eigentlich trainierte. mir wurde bewusst, dass es im westen vielleicht viel schwerer ist, ein kampfsytem als kunst und nicht als sport zu erlernen.“ …und schloss mit folgenden zitaten:
„wenn du es suchst, kannst du es nicht finden.“ und „der vogel des paradieses setzt sich nur auf die hand, die nichts greift.“
vor ein paar jahren besuchte ich „zufällig“ einen qi gong – weiterbildungskurs. und es war alles (wieder) da… „du kannst das chi nicht finden, das chi findet dich“ hat der kursleiter damals seinen master zitiert.
und seither folgten kurse zu daoistischer atmung und meditaion, den 3 dantien, steigen und sinken, wolkenhände, buddhahände und spontanem qi gong.
letztes jahr erhielt ich die informationen und einladung zu obengenannter „ausbildung“: „das vorliegende angebot ist aber keine explizite lehrerausbildung, da das lehrer sein, meiner meinung nach, nicht in so einer form „erlernt“ werden kann.
was erlernt werden kann und ich anbieten möchte und kann: effektives, sinnvolles, ganzheitliches qi gong sowie ein tiefes verständnis und ernsthafte arbeit daran uns selbst zu vervollkommnen.“
„ein weg entsteht, wenn man ihn geht“ – wie lange das noch dauert und was ich danach kann, vermag niemand zu sagen. aber ich freue mich, es schritt um schritt und nach sorgfältigem „rekognoszieren“ mit euch zu teilen.
für die begleitung, unterstützung und ermutigung auf meinem weg danke ich
jonas, für deine ruhe und grossherzigkeit. neben dir kann ich meinen weg in freiheit gehen.
unseren töchtern, die mir immer wieder aufzeigen, wo und wie das leben spielt und die mich zuhause meistens in ruhe dieses komische hongkong-tsching-tschong machen lassen.
hanna, meiner mutter, für das teilhaben an deinem weg zur hebamme, craniosakral- und SE(somatic experencing)- traumatherapeutin und somit dem selbstverständlichen mitbekommen von tiefgreifenden prozessen wie geburt, gesundheit, gesundsein und heilung.
max, meinem vater, mikrobiologe und forscher, für deine intelektuellen, hinterfragenden, erforschenden fähigkeiten und dass du uns immer, aber ohne gross zu fragen, unterstützt hast,wenn wir einen schritt gewagt haben.
christine, meiner schwiegermutter, für das kinderhüten und mithelfen überall und zu jederzeit.
meinter grossmutter martha, als säuglingsschwester begleiterin einer hausgeburthebamme, dafür wie du uns hast spielen lassen und darob lachen musstest und das schöne sofa, welches seit letzem sommer die bougerie garderobe ziert.
und natürlich euch allen kursteilnehmerInnen für eure freude an der bewegung, eure fragen, anregungen, widerstände, rückmeldungen und euer vertrauen in meine arbeit und den sich daraus ergebenden begegnungen.
seit februar finden die stunden neu am dienstag (ganzer tag) und mittwoch vormittag statt. das aktuelle kursprogramm findet ihr untenstehend oder auf www.bougerie.ch.
bis dahin wünsche euch allen schöne ostertage und freue mich auf die stunden im sommerquartal 2017

bewegungstraining – was ist das?
der begriff gymnastik und wie er heute verwendet und verstanden wird, übt auf körper-und gesundheitsbewusste menschen wenig eindruck aus.
dies vielleicht zurecht, da gymnastik“ und ganzheitliche körperarbeit heute begrifflich (und oft auch praktisch) nicht vereinbart werden.
die griechen sahen in der vereinigung einer edlen seele mit einem schönen körper das ideal des menschen. die bildung von körper und seele hielten sie noch für gleich wichtig.
beim eintauchen in die geschichte der gymnastik und anderer bewegungskulturen, ist die entwicklung der gymnastik schon bei den griechen, später über die römer und bis ins mittelalter die geschichte von wettkampf, krieg und dem zelebrieren der männlichen macht.
gymnastik als ausgebildetes system zur pflege und ausbildung des körpers, entwickelte sich weiter in ein system zur stärkung und übung der körperkräfte.
sehr interessant finde ich den zusammenhang des menschlichen bewusstseins und dessen manifestation in der menschheitsgeschichte in den unterschiedlichen lehren und kulturen…
die zugänglichen quellen zu der geschichte der gymnastik beginnen eigentlich erst dort, wo der kern einer ganzheitlichen lehre und das alte wissen in unserem kulturkreis in den hintergrund rückte.
die wiederbelebung der gymnastik im 19. jh ist ebenso die geschichte des turnens und später der fitnessbewegung.
ende des 19. und zu beginn des 20. jh wurde durch die reformpädagigik dann endlich auch der körper von erzieherischen und mechanischen zwängen befreit.
sehr erfreulich, dass damals viele wegbereiterinnen die ursachen und zusammenhänge von bewegung zu erforschen begannen und die entwicklung der heutigen bewegungs- und körperarbeit entscheidend mitgestalteten.
warum etablieren sich dann vorallem die namen und systeme von männlichen persönlichkeiten in unserem alltag übergreifend (alexandertechnik, feldenkraismethode, pilates,…)?
erwähnenswert finde ich an dieser stelle z.b. suzanne perrottet: sie war die langjährige lebensgefährtin und partnerin von rudolf von laban (tänzer, choreograph und tanztheoretiker). neben einer erfolgreichen solokarriere leitete sie in zürich eine renommierte bewegungsschule und kümmerte sich um die erziehung der gemeinsamen kinder….
und so hat sich ende des letzten jahrtausends der ganzheitliche aspekt der gymnastik zuerst in der „gymnastikpädagogik“ und später in der „bewegugnspädagogik“ manifestiert.
und heute stehen uns so viele möglichkeiten und methoden zur verfügung, über den körper bewusst die einheit mit geist und seele zu erfahren.
und neuerdings veranlassen sogar die neusten wissenschaftichen erkenntnisse die sport- und fitnessbranche dazu, echte oldschool-übungen aus der bewegungsarbeit zu propagieren.
mir persönlich gefällt an der bewegungsarbeit die möglichkeit des unmittelbaren erfahrens des momentes und es erfüllt mich mich grosser freude, die unterschiedlichsten bewegungsmomente mit anderen menschen in den stunden erfahren, beobachten und teilen zu dürfen….
bewegungstraining:
weil ich die vielfältigkeit von bewegung liebe – fliessend rollen, genüsslich fallen, sich anmutig strecken…
weil ich in meine bewegungsarbeit erkenntnisse unterschiedlicher systeme und methoden einfliessen lasse
weil trainieren für „alle prozesse die eine verändernde entwicklung hervorrufen“ steht
weil ich es spannend finde, erleben zu dürfen, wie im bewegungstraining bewegungen oder alltagspositionen wieder ausführbar werden